Wout: 50.000 Kilometer – und noch immer lieber auf dem Rad als im Auto
Wout van den Dool lebt in der niederländischen Provinz Utrecht und arbeitet etwa 25 Kilometer von zu Hause entfernt. Auf dem Weg dorthin hat er etwas entdeckt, wonach viele vielbeschäftigte Berufstätige suchen: eine Möglichkeit, den täglichen Arbeitsweg weniger wie verlorene Zeit wirken zu lassen.
Kein Stau. Keine Zugverspätungen. Kein extra Zeitfenster für Sport einplanen. Einfach aufs Rad steigen und die Fahrt für sich nutzen.
Für Wout ist sein Speed-Pedelec schon lange mehr als nur ein schnelles Transportmittel ins Büro. Es ist die Art, wie er Bewegung in seinen Alltag integriert, den Kopf frei bekommt und das Auto so oft wie möglich stehen lässt. Als er vor einigen Jahren auf Jobsuche war, hat er sich bewusst nur auf Unternehmen konzentriert, die mit dem Fahrrad erreichbar waren.
„Als ich etwas Neues gesucht habe, habe ich tatsächlich auf der Karte nachgeschaut, welche Unternehmen in etwa 25 Kilometern Umkreis von meinem Zuhause liegen. Es musste mit dem Rad machbar sein. Ich wollte nicht wieder jeden Tag ins Auto."
Der Tacho zeigt inzwischen über 50.000 Kilometer.

Wie das Fahrrad das Auto allmählich ersetzte
Seine erste Begegnung mit dem Speed-Pedelec entstand über ein Fahrradleasing-Programm bei seinem damaligen Arbeitgeber. Mit dem Rad ins Büro zu fahren klang verlockend – aber nur unter einer Bedingung: Es musste praktisch bleiben.
„Ich hatte keine Lust auf Umziehen, Duschen und extra Klamotten schleppen. Ich wollte einfach schnell im Büro sein." Genau da machte das Speed-Pedelec den Unterschied. Draußen sein, sich bewegen – aber ohne verschwitzt oder gehetzt in den Arbeitstag zu starten.
Bei seinem damaligen Arbeitgeber sah er im Fahrradkeller immer häufiger Stromer stehen. Die Kollegen waren begeistert, und ein Satz blieb hängen: Wer einmal draufsitzt, will selbst einen. Und das hat sich bewahrheitet.
Seit 2020 fährt er Stromer, mittlerweile einen ST3 Pinion, und nutzt das Rad nicht nur für den Arbeitsweg, sondern für fast alles, was sich halbwegs sinnvoll mit dem Fahrrad erledigen lässt.
Einkäufe, Termine in der Stadt und sogar Verabredungen weiter weg, für die er früher selbstverständlich das Auto oder die Bahn genommen hätte. „Die Anzahl der Fahrten, die ich noch mit dem Auto mache, kann ich an einer Hand abzählen."
Je mehr Kilometer dazukamen, desto weniger selbstverständlich fühlte sich das Auto an.
Arbeiten, bewegen und den Kopf freibekommen – alles auf einmal
Zwei- bis dreimal pro Woche radelt Wout ins Büro nach Amersfoort: rund 25 Kilometer einfache Strecke. Für viele klingt das nach einem beachtlichen Unterfangen. Für ihn fühlt es sich inzwischen effizienter an als jede andere Alternative.
Nicht nur weil er keinen Stau, keine Parkplatzprobleme und keine Zugverspätungen kennt, sondern vor allem weil die Fahrt ihm mehrere Dinge gleichzeitig bringt: Er ist unterwegs, er bewegt sich und kommt mit einem klaren Kopf nach Hause. „Diese halbe Stunde, die man normalerweise braucht, um vom Arbeitsalltag runterzukommen, erledige ich auf dem Fahrrad. Im Auto telefonierst du noch oder bist gedanklich noch dabei. Auf dem Rad bist du einfach unterwegs."
Dadurch muss er auch weniger bewusst Zeit zum Sport freischaufeln. „Wenn ich ins Büro geradelt bin, habe ich nicht das Gefühl, danach unbedingt noch etwas tun zu müssen. Meine Bewegung habe ich schon gehabt." Mit Job und Familie zu Hause ist das genau die Art von Effizienz, die im Alltag den Unterschied macht.
Immer auf der Suche nach der cleveren Lösung
Für Wout ist ein Gegenstand erst dann wirklich gut integriert, wenn er mit seinem Alltag mitspielt. Und wenn das noch nicht der Fall ist, macht er es passend.
Als er merkte, wie nervig es war, wenn sein Akku im Büro nicht richtig lud – zum Beispiel weil jemand den Stecker herausgezogen hatte –, entschloss er sich, das Problem selbst zu lösen. Er baute eine Schnittstelle zwischen seinem Stromer und seinem Smart-Home-System Homey, über die er automatisch Benachrichtigungen erhält, wenn der Akku nicht lädt, zu langsam lädt oder zu Hause zu einem günstigen Zeitpunkt aufgeladen werden kann.
„Dann bekomme ich einfach eine Nachricht: Stell dein Rad mal ans Ladegerät. So was in der Art. Ich liebe es, wenn Technik einfach logisch mitdenkt."
Die App stellte er kostenlos für andere Nutzer zur Verfügung und wurde seitdem bereits von Dutzenden Stromer-Fahrern heruntergeladen. Sein Stromer ist für ihn nicht einfach ein Fahrrad, sondern etwas, das reibungslos in seinen Alltag funktionieren muss.


Ehrlich über das, was besser sein könnte
Wer 50.000 Kilometer fährt, hat nicht nur schöne Geschichten zu erzählen. Der weiss auch genau, wo die Schwachstellen liegen.
Wout nennt ohne Zögern die Wartung. Die sei erheblich, gerade wenn man ein Speed-Pedelec wirklich als Autoersatz nutzt und entsprechend hohe Kilometerstände fährt. „Inspektionen, Riemen, Bremsen, Ersatzteile… das kann sich summieren. Das sollte man nicht unterschätzen."
Auch über die Kommunikation rund um das bekannte Vorderradgabelproblem ist er direkt: Die fand er dürftig. Und ja, die Hupe darf seiner Meinung nach ruhig durch etwas ersetzt werden, das tatsächlich Eindruck macht.
Gerade weil er solche Dinge anspricht, wird deutlich, dass seine Begeisterung niemals blind ist. Er schaut kritisch, nutzt intensiv und erlebt alles in der Praxis. Wenn sein Stromer morgen wegfiele, käme wieder ein Stromer. „Ja, ganz sicher. Ich kann dieses Fahrrad einfach nicht stehen lassen."
Andere wollen das auch
Dass Wout überzeugter Fahrer ist, bleibt in seinem Umfeld nicht unbemerkt. Sein Bruder fährt inzwischen ebenfalls Stromer. Zwei Freunde sind umgestiegen. Regelmässig bekommt er Fragen von Leuten, die über den Kauf eines Speed-Pedelecs nachdenken. Manchmal rufen sie ihn einfach an, um zu fragen, wie sich das im Alltag anfühlt.
Er teilt seine Erfahrungen auch aktiv auf LinkedIn – nicht weil er unbedingt Botschafter sein will, sondern weil er aufrichtig glaubt, dass viel mehr Menschen das Auto öfter stehen lassen könnten.
„Ich glaube, die Leute unterschätzen, wie viel man eigentlich einfach radeln kann. Wenn man es einmal im System hat, ist es fast nur noch positiv."
Vielleicht ist das genau der Grund, warum seine Geschichte ankommt. Nicht nur wegen der 50.000 Kilometer, sondern weil er zeigt, wie selbstverständlich das Fahrrad werden kann, sobald man es wirklich zum Teil seines Alltags macht.
„Mach einfach eine Probefahrt"
Wenn Menschen unschlüssig sind, hat Wout einen einfachen Rat.
Nicht endlos vergleichen. Nicht zu lange rechnen.
Einfach mal fahren. „Mach eine Fahrt auf so einem Rad. Dann weisst du eigentlich genug."
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